Redaktioneller Reiseführer · La Spezia

La Spezia mit Kindern: der Vorteil ist gerade, dass es kein Dorf ist

Mit Kindern macht genau das La Spezia bequem, wofür es sonst belächelt wird: Es ist eine normale Stadt, flach, mit geöffneten Apotheken und ohne Treppen.

SoggiornaQui-Redaktion · veröffentlicht am 9. September 2026 · aktualisiert am 9. September 2026

A view of La Spezia (Liguria, Italy). 10.5.2011
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Foto: photobeppus / Wikimedia Commons — CC BY-SA 2.0. Änderungen durch SoggiornaQui: Größe angepasst und in WebP konvertiert, EXIF-Daten entfernt.

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Reiseführer empfehlen Eltern die Dörfer der Cinque Terre. Dann kommt man mit Kinderwagen an und entdeckt, dass sie auf einer Klippe gebaut sind, dass die Gassen Treppen sind, dass die Züge im August voll sind und dass der nächste Supermarkt zwei Dörfer weiter liegt.

La Spezia löst all das aus einem einzigen Grund, und es ist der, für den es sonst belächelt wird: Es ist kein Dorf, es ist eine normale Stadt.

Was das konkret heißt

Das Zentrum ist flach und im Raster angelegt, im 19. Jahrhundert schnell gebaut für Leute, die zum Arbeiten kamen. Keine Treppe, keine ansteigenden Gassen, und die Hauptstraße — die Via del Prione — ist von einem Ende zum anderen Fußgängerzone.

Dazu kommt, was mit Kindern zählt und in keinem Führer steht: Apotheken, Supermärkte, eine Notaufnahme, Geschäfte, die auch im September offen haben. In einem Dorf mit dreihundert Einwohnern gibt es das nicht, und wenn man es braucht, braucht man es.

Das Museum, das funktioniert: das mit den Schiffen

Das Technische Schifffahrtsmuseum neben dem Arsenal ist das Erste, was man tut.

Kindern muss man nichts erklären: Es sind Schiffe, Schiffsmodelle, Instrumente, mit denen Schiffe fahren. Und darunter liegt eine wahre Geschichte, die man Größeren in einem Satz erzählt: Diese Stadt existiert, weil hier 1869 das Arsenal der Marine gebaut wurde, und in achtzig Jahren wuchs die Bevölkerung von fünfzehntausend auf hundertdreiundzwanzigtausend.

Eine Stadt, die sich verachtfacht hat, weil die Flotte kam, ist eine Vorstellung, die in jedem Alter ankommt.

Die Burg, die ein Anstieg ist, aber eben eine Burg

Das Castello San Giorgio steht auf dem Hügel Poggio, und man kommt bergauf hin — die einzige echte Steigung des Tages. Dafür ist es eine Burg aus dem 13. Jahrhundert mit dem Archäologischen Museum darin, und von oben sieht man den ganzen Golf.

Was als Argument zieht: Es ist das Älteste der Stadt, sechshundert Jahre älter als alles darunter.

Das Meer, das hier ein Ausflug ist und kein Strand

Das muss klar gesagt werden, denn daraus entsteht der schiefgegangene Tag: In der Stadt La Spezia gibt es keine Strände. Die Meerfront ist Hafen und Arsenal.

Mit Kindern heißt das: Baden ist ein Ausflug. Man nimmt ein Boot oder einen Bus und fährt nach Lerici oder auf die andere Seite des Golfs. Kein Problem — das Boot ist für sich schon der lustigste Teil des Tages —, aber es gehört eingeplant statt morgens entdeckt. Das ganze Bild steht in Strände und Meer in La Spezia.

Die Cinque Terre mit Kindern: eine ehrliche Sache

La Spezia ist der beste Standort für die Cinque Terre, und gerade deshalb gehört gesagt, was die Führer nicht sagen: Mit kleinen Kindern sind die Cinque Terre in der Hochsaison anstrengend. Volle Züge, schmale Bahnsteige, senkrechte Dörfer, Schlangen.

In La Spezia zu schlafen macht es handhabbar: Man entscheidet morgens, kommt zurück, wann man will, und hat einen Standort mit Versorgung. Wie die Züge funktionieren, steht in Cinque Terre mit dem Zug.

Sind die Kinder klein, ist die ruhigere Alternative die andere Seite: Lerici hat einen Strand und keine Treppen.

Wie der Tag zusammengeht

  1. Morgen: das Technische Schifffahrtsmuseum, solange die Aufmerksamkeit frisch ist.
  2. Mittag: die Via del Prione zu Fuß, Fußgängerzone ohne Verkehr, und wer mag, der Aufstieg zur Burg.
  3. Nachmittag: das Boot, das zugleich befördert und unterhält.

Der Rest der Stadt steht in was man in La Spezia sieht, die Anreise in Anreise nach La Spezia.

Was es NICHT gibt

  • Keinen Strand in der Stadt. Das überrascht alle, die es nicht vorher gelesen haben.
  • Kein Aquarium und keinen Themenpark. Das Schifffahrtsmuseum ist ein Museum, keine Attraktion.
  • Die Burg liegt bergauf. Mit Kinderwagen machbar, aber es ist die einzige echte Steigung.

Häufige Fragen

Ist La Spezia für Kinder geeignet?

Ja, aus einem praktischen Grund: Es ist eine flache Rasterstadt mit einer Fußgänger-Hauptstraße und mit Apotheken, Supermärkten und Diensten, die es in den Dörfern nicht gibt. Es ist das Gegenteil der Cinque-Terre-Orte, die senkrecht sind.

Was kann man in La Spezia mit Kindern machen?

Das Technische Schifffahrtsmuseum neben dem Arsenal, das Castello San Giorgio aus dem 13. Jahrhundert mit dem Archäologischen Museum und den Fußgängerbummel über die Via del Prione. Fürs Meer braucht es Boot oder Bus.

Kommt man in La Spezia mit dem Kinderwagen durch?

Ja: Das Zentrum ist eben und regelmäßig, und die Via del Prione ist Fußgängerzone. Die einzige echte Steigung ist die zur Burg auf dem Poggio.

Lohnt La Spezia mit Kindern als Standort für die Cinque Terre?

Ja, und das ist der beste Grund, sie zu wählen: Man fährt mit dem Zug vom Bahnhof in der Stadt, kommt zurück, wann man will, und hat einen Standort mit allem. Mit kleinen Kindern sind die Cinque Terre in der Hochsaison anstrengend, und früh zurückkommen zu können zählt.

Gibt es in La Spezia Strände für Kinder?

In der Stadt nicht: Die Meerfront ist Hafen und Arsenal. Die Strände des Golfs erreicht man per Boot oder Bus, und mit kleinen Kindern ist die Seite von Lerici die einfachste.