Das Dorf, das den Golf der Poeten abschließt
Lerici liegt an der östlichen Spitze des Golfs der Poeten, gegenüber von Porto Venere auf der anderen Seite der Bucht. Das Dorf wird vom Castello di Lerici dominiert, einer mittelalterlichen Festung, die von den Pisanern erbaut und später von den Genuesen erweitert wurde. Heute beherbergt sie ein geopaläontologisches Museum, das den in der Gegend gefundenen Dinosaurierfährten gewidmet ist: Von ihren Bastionen hat man einen Blick über den gesamten Golf.
Das Zentrum entwickelt sich um den kleinen Hafen und den Platz am Meer, mit bunten Häusern, die zwischen den Gassen stehen, und einer Uferpromenade, die das Dorf mit den nahegelegenen Stränden verbindet.
San Terenzo und der literarische Mythos
Wenige Gehminuten von Lerici entfernt liegt San Terenzo, ein Stadtteil mit einem eigenen genuesischen Schloss und einem breiten, geschützten Strand. Hier lebte der englische Dichter Percy Bysshe Shelley, der 1822 in der Nähe dieser Küste im Golf ertrank: Die Verbindung zu den englischen Romantikern (Shelley, Byron) ist die Grundlage für den Namen "Golf der Poeten", mit dem die gesamte Bucht bekannt ist, und noch heute bewahrt Lerici diese literarische Atmosphäre in den Straßennamen und lokalen Veranstaltungen.
Strände und Badeleben
Lerici und San Terenzo bieten sowohl ausgestattete Strände als auch freie Abschnitte, mit in der Regel ruhigem Wasser dank des natürlichen Schutzes des Golfs. Die abends beleuchtete Uferpromenade ist der Treffpunkt für Aperitif und Abendessen mit Blick auf das beleuchtete Schloss.
Anreise
Lerici ist mit dem Bus von La Spezia (wenige Kilometer entfernt) oder per Boot erreichbar, mit Verbindungen, die in den Sommermonaten Lerici, San Terenzo, Porto Venere und die Cinque Terre verbinden — eine bequeme Möglichkeit, mehrere Dörfer des Golfs zu besuchen, ohne das Auto zu bewegen.
Vor der Abreise
Wie viel Zeit du brauchst. Ein halber Tag für den Ortskern und den kleinen Hafen; ein ganzer Tag, wenn du den Aufstieg zur Burg und San Terenzo hinzunimmst, das nur wenige Gehminuten am Meer entlang entfernt liegt.
Beste Zeit. Der Sommer ist die Saison der Boote und des Badelebens, aber auch die vollste und die mit den schwierigsten Parkplätzen. Frühling und Herbst bleiben ideal für den Ortskern und die Promenade, die Schiffsverbindungen sind dann jedoch eingeschränkt oder eingestellt.
Barrierefreiheit. Die Uferpromenade und der Weg zwischen Lerici und San Terenzo sind eben und bequem. Die Burg ist etwas ganz anderes: Sie steht auf einer Landzunge, und der Aufstieg umfasst Treppen und Steigungen — barrierefrei ist sie also nicht ohne gezielte Nachfrage.
Bei Regen. Das geopaläontologische Museum in der Burg ist der überdachte Teil des Besuchs; Promenade und Strände verlieren dagegen den größten Teil ihres Sinns.
Vor der Abfahrt zu prüfen: Öffnungszeiten, Eintrittskarten und Schließtage von Burg und Museum; ob und wann die Boote nach Porto Venere und in die Cinque Terre fahren, denn sie sind saisonal; Busfahrpläne ab La Spezia, besonders abends; Parkregelungen und Verfügbarkeit in der Hochsaison.
