Im Hinterland von Sanremo, am Ende des Valle Argentina, liegt Triora, das "Hexendorf": Hier fand zwischen 1587 und 1589 einer der bekanntesten Hexenprozesse Italiens statt, und der Ort hat diese schmerzhafte Erinnerung zu einem Teil seiner Identität gemacht.
Das Dorf
Triora ist ein Labyrinth aus steinernen Carruggi, Bögen und aneinandergebauten Häusern auf fast 800 Metern Höhe, mit Ausblicken über das ganze Tal. Man kommt nur zu Fuß voran, mit bequemen Schuhen: Steigungen und Stufen gibt es überall, und das gehört zum Reiz.
Die Erinnerung an die Hexen
Das ethnografische Museum und Hexenmuseum erzählt vom Prozess des 16. Jahrhunderts und vom bäuerlichen Leben im Tal; in den Gassen begegnet man Hinweisen, kleinen Läden und der Cabotina, jenem Ort, den die Überlieferung mit den vermeintlichen Hexen verbindet. Es ist eine wahre und tragische Geschichte, die heute mit einem Gleichgewicht zwischen Erinnerung und Legende erzählt wird.
Brot und Geschmack
Das Brot von Triora, in großen, lange haltbaren Laiben gebacken, ist das Wahrzeichenprodukt des Ortes: Man kauft es in den Läden der Altstadt, zusammen mit Käse und Erzeugnissen aus dem Tal.
Das Valle Argentina
Beim Auf- oder Abstieg durch das Tal lohnen Taggia mit seiner Altstadt und den Arkaden einen Halt, ebenso Badalucco und Montalto, Steindörfer am Bach. Wer gern wandert, findet Wege in die ligurischen Berge; im Sommer sind die Gumpen des Argentina ein beliebtes Ziel der Einheimischen, das mit Vorsicht und unter Beachtung etwaiger Verbote aufzusuchen ist.
Häufige Fragen
Wie kommt man nach Triora?
Mit dem Auto von der Küste, das Valle Argentina von Arma di Taggia hinauf; es gibt auch Busverbindungen von der Küste, deren Fahrpläne vorab zu prüfen sind.
Wie lange dauert der Besuch?
Einen halben Tag für Dorf und Museum; einen ganzen Tag mit Zwischenstopps im Tal.
Ist Triora für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?
Das Dorf besteht aus Steigungen und Stufen: Der Besuch setzt ein Mindestmaß an Mobilität voraus.
