Ein mittelalterliches Dorf im Hinterland von Sanremo
Taggia liegt im Hinterland der Blumenriviera, nur wenige Kilometer von Sanremo entfernt, an der Mündung des Baches Argentina. Das historische Zentrum hat die mittelalterliche Struktur bewahrt, mit überdachten Gassen (den Caruggi), Türmen und noblen Palästen in einem Dorf, das lange Zeit ein wichtiges Handels- und Religionszentrum der Region war.
Die Brücke und das Kloster
Das Symbol von Taggia ist die lange Eselrückenbrücke über den Bach Argentina, aus dem Mittelalter stammend, mit ihren ungleichen Bögen, die sie zu einer der am häufigsten fotografierten historischen Brücken in Ligurien machen. Etwas außerhalb des Zentrums steht das Kloster San Domenico, das im 15. Jahrhundert gegründet wurde und einen bedeutenden Zyklus ligurischer Malereien der Renaissance sowie einen Klosterhof aus dem 15. Jahrhundert beherbergt.
Das Land der Taggiasca-Olive
Taggia gibt der Taggiasca-Olive ihren Namen, die an diesen terrassierten Hängen und die Basis des DOP-Olivenöls Riviera Ligure angebaut wird: die Olivenbaumterrassen, die das Dorf umgeben, sind Teil der historischen Agrarlandschaft des ligurischen Hinterlands, die auch heute noch in Produktion ist.
Der Küstenort Arma di Taggia, am Meer, bietet hingegen Strände und eine Uferpromenade, die das historische Dorf im Hinterland ergänzt.
Anreise
Taggia ist durch regionale Busse mit Sanremo und Arma di Taggia verbunden; das Auto bleibt jedoch das praktischste Verkehrsmittel, um das Dorf aus dem Hinterland zu erreichen, da der nächstgelegene Bahnhof der von Arma di Taggia an der Küste ist.
Vor der Abreise
Wie viel Zeit du brauchst. Die Altstadt lässt sich in etwa zwei Stunden zu Fuß erkunden; wenn du das Kloster San Domenico und einen Halt in Arma di Taggia am Meer hinzunimmst, rechne mit einem halben Tag.
Beste Zeit. Frühling und Frühherbst sind am angenehmsten: Der Ort liegt im Hinterland, im Sommer ist die Hitze spürbar und die nahe Küste stärker befahren. Die Ernte der Taggiasca-Oliven fällt in die kalten Monate, zwischen Herbst und Winter.
Barrierefreiheit. Der Ortskern hat einen mittelalterlichen Grundriss mit überwölbten Gassen, Treppen und Steinpflaster: Für Kinderwagen oder eingeschränkte Mobilität ist das kein geeigneter Weg. Die Brücke über den Argentina lässt sich dagegen bequem vom Talboden aus betrachten.
Bei Regen. Der Ort verliert bei Regen viel, und der Stein der Gassen wird rutschig: Dann verschiebst du den Besuch besser oder weichst an die Küste nach Arma di Taggia aus.
Vor der Abfahrt zu prüfen: Öffnungszeiten und -tage des Klosters San Domenico und der Kirchen im Ortskern, die nicht immer zu besichtigen sind; Busfahrpläne ab Sanremo und Arma di Taggia, besonders abends; wo du das Auto abstellst — frag in deiner Unterkunft nach, wenn du in der Gegend übernachtest.
