Der Osten von Genua mit Blick auf das Meer
Nervi ist der äußerste Osten von Genua, einst eine autonome Gemeinde und ein Urlaubsziel der bürgerlichen Gesellschaft von Genua im 19. Jahrhundert, die dort zahlreiche Villen mit privaten Parks am Meer errichtete. Heute ist es eines der grünsten und ruhigsten Viertel der Stadt, das durch die Eisenbahnlinie und die Stadtbusse mit dem Zentrum verbunden ist.
Die Anita-Garibaldi-Promenade
Der bekannteste Punkt in Nervi ist die Anita-Garibaldi-Promenade, etwa zwei Kilometer langer Weg, der in den Felsen hoch über dem Wasser gegraben wurde, einer der malerischsten in Ligurien: Sie verbindet den kleinen Hafen von Nervi mit den Gärten der Villa Serra, mit offener Sicht auf die Bucht und, an klaren Tagen, bis zur Küste des östlichen Liguriens.
Die historischen Parks
Hinter der Promenade befinden sich die Parks von Nervi, ein Ensemble aus drei benachbarten Parks (Villa Grimaldi, Villa Serra, Villa Gropallo), die aus den Gärten der alten Villen entstanden sind, heute ein öffentlicher Park mit jahrhundertealten Bäumen, einem der bedeutendsten Rosengärten Italiens (besonders blühend im Frühling und zu Beginn des Sommers) und den Galerien der Villa Serra, die die Sammlung Frugone und die Galerie für moderne Kunst beherbergen.
Anreise
Nervi ist in wenigen Minuten mit der Regionalbahn von Genua Brignole oder Genua Piazza Principe erreichbar, sowie mit der städtischen Buslinie: ein halbtägiger Ausflug, der auch für diejenigen bequem ist, die im Zentrum von Genua wohnen, ohne ein Auto zu benötigen.
Vor der Abreise
Wie viel Zeit du brauchst. Ein halber Tag ist das richtige Maß: Die Anita-Garibaldi-Promenade ist etwa zwei Kilometer lang und in einer Stunde gemütlich zu gehen, dazu kommt die Zeit für die Parks und eine der Galerien.
Beste Zeit. Der Rosengarten in den Parks zeigt sich zwischen Frühling und Frühsommer von seiner besten Seite, wie oben beschrieben. Die Promenade ist jedoch das ganze Jahr über schön und eines der wenigen ligurischen Ziele, die auch im Winter funktionieren, an klaren Tagen.
Barrierefreiheit. Die Uferpromenade verläuft größtenteils eben und ohne Treppen und gehört damit zu den am besten begehbaren Wegen der Gegend; die Parks haben dagegen Wege mit Steigungen und festgetretenem Erdboden. Bei rauer See können Teile des Weges von der Gischt nass werden.
Bei Regen. Die Galerien der Villa Serra mit der Raccolta Frugone und der Galerie für Moderne Kunst sind die gute überdachte Alternative.
Vor der Abfahrt zu prüfen: Öffnungszeiten und Eintrittskarten der Museen in den Parks, die eigenen Kalendern folgen und an bestimmten Wochentagen geschlossen sein können; mögliche Sperrungen des Weges wegen Seegang oder Bauarbeiten; Fahrpläne der Regionalzüge ab Brignole und Piazza Principe.
