Alassio ist für seinen Strand bekannt, aber Zentrum und Spaziergänge machen den Besuch abwechslungsreicher. An einem Tag sieht man das Muretto, das Budello, die Uferpromenade und einen Aussichtsabschnitt. Hier steht jedes davon mit der tatsächlich nötigen Zeit und der Entfernung vom Bahnhof.
Kurz gefasst: Zeiten und Entfernungen
Die Entfernungen sind ab Bahnhof auf dem tatsächlichen Fußweg gemessen; die Besuchszeiten sind Richtwerte ohne Warteschlange.
| Was | Ab Bahnhof | Zeitbedarf | Eintritt |
|---|---|---|---|
| Das Muretto | rund 350 m | 15-20 Min. | nein |
| Das Budello (672 m, ganz) | 200 m | 10 Min. im Gehen, mit Geschäften ein Nachmittag | nein |
| Strand und Promenade | 390 m | so lange man mag | am freien Strand nein |
| Die Cappelletta Stella Maris | 1,2 km | 15-20 Min. zu Fuß | nein, Aussichtspunkt im Freien |
| Pinacoteca Carlo Levi | 560 m | 30-45 Min. | ja, eingeschränkte Zeiten |
| Gärten der Villa della Pergola | 790 m, bergauf | 80 Min. Führung | ja, Buchung verpflichtend |
| Via Iulia Augusta Richtung Albenga | ab Zentrum | ein halber Tag | nein |
| Laigueglia | eine Zugstation | ein halber Tag | Zugticket |
1. Das Muretto
Das Wahrzeichen des Ortes. Die Tradition beginnt 1953, als Mario Berrino, Inhaber des nahen Caffè Roma, die Gartenmauer mit Keramikfliesen schmücken ließ, signiert von bekannten Persönlichkeiten aus Unterhaltung, Sport und Kultur. Seither haben sich die Unterschriften geschichtet, und es kommen immer neue dazu: eine Mauer, die wächst, kein festes Denkmal.
Sie steht am Budello, auf Höhe der Gärten der Via Vittorio Veneto. Eine Viertelstunde genügt, aber es lohnt sich, nach Namen zu suchen. Kostenlos und jederzeit zugänglich.
2. Das Budello
Der Name kommt von der Form: budello heißt Darm, und das hier ist eine schmale, lange, gewundene Gasse zwischen den Häusern. Auf der Karte gibt es das Budello gar nicht: Es sind zwei aneinandergrenzende Straßen, Via XX Settembre und Via Vittorio Veneto, getrennt nur durch die dreißig Meter der Piazza Matteotti. Die Fußgängergasse verläuft hinter dem Strand, fast parallel zum Meer, quer durch die gesamte Altstadt.
Oft heißt sie "die längste Einkaufsstraße Europas unter freiem Himmel", und man schreibt ihr zwei Kilometer zu. Auf dem tatsächlichen Verlauf gemessen ist die Fußgängerachse 672 Meter lang: 355 Meter Via XX Settembre plus 288 Meter Via Vittorio Veneto. Auf zwei Kilometer kommt man nur, wenn man das Netz der einmündenden Seitengassen mitzählt.
Geschäfte, Konditoreien, Bars und Restaurants belegen die Erdgeschosse, während die Seitengassen den Blick aufs Meer öffnen und in wenigen Schritten an den Strand führen. In den Konditoreien gibt es die Baci di Alassio, das Haselnuss-Schokoladen-Gebäck aus dem Ort.
Ohne Halt braucht man dafür zehn Minuten, mit Schaufenstern und einer Pause einen Nachmittag. Der Charakter wechselt im Tagesverlauf: morgens die Einkaufsstraße des Ortes, abends Flaniermeile, und bis spät belebt. Wer nur eine Gelegenheit hat, nimmt den Abend.
3. Strand und Uferpromenade
Auch ohne Badetag gehört ein Gang am Wasser zum Besuch. Die Promenade zieht sich durch die ganze Bucht und lässt sich kilometerweit verfolgen. In der Hochsaison sind die Zugänge voll: Welcher Abschnitt der richtige ist, wo die freien Stücke liegen und was Strandbäder kosten, steht in Strände von Alassio.
4. Die Cappelletta Stella Maris
Die Cappelletta liegt oberhalb des Yachthafens und ist eines der Wahrzeichen von Alassio sowie einer der schönsten Aussichtspunkte über die Bucht: von hier sieht man das offene Meer und die Insel Gallinara. Vom Zentrum aus erreicht man sie mit einem Spaziergang an der Küste entlang, als natürliche Fortsetzung der Uferpromenade.
Foto: Fabio Ricci / Wikimedia Commons — CC BY-SA 2.0
5. Via Iulia Augusta
Die alte Römerstraße verbindet Alassio mit Albenga auf einer Aussichtsroute über dem Meer, zwischen Olivenbäumen und römischen Resten. Es ist der schönste Weg der Gegend und kostenlos, verlangt aber Vorbereitung: festes Schuhwerk, Wasser, Sonnenschutz — und nicht in der Mittagshitze eines Augusttages. Ein halber Tag ist die richtige Zeit.
6. Villen und englische Zeit
Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert war Alassio ein Ziel der britischen Gemeinde, die Villen, Gärten und eine englische Bibliothek hinterließ. Nicht alle Anwesen sind zu besichtigen: Ein Teil des Reizes liegt darin, sie beim Spaziergang von außen zu betrachten. Das unmittelbarste betretbare Zeugnis ist die Richard West Memorial Gallery & English Library im Viale Hanbury 77, allerdings mit engen Öffnungszeiten.
7. Villa della Pergola
Die Gärten der Villa della Pergola sind der eigenwilligste Ort der Gegend: Terrassen über dem Golf mit bemerkenswerten botanischen Sammlungen.
Sie sind nur im Rahmen einer Führung von rund 80 Minuten zu besichtigen, und die Buchung ist verpflichtend: Ohne vorher gekauftes Ticket ist der Einlass nicht garantiert. Die Führungen beginnen um 9.30, 11.30, 15.00 und 17.00 Uhr, täglich ab dem 20. März. Der volle Eintritt kostet 19 €, ermäßigt 15 € (FAI- und ADSI-Mitglieder, Studierende bis 25, Menschen mit Behinderung, Einwohner von Alassio und Albenga), 9 € für Kinder von 6 bis 14 Jahren, frei unter 6.
Zwei Dinge vorher wissen: Hunde sind zum Schutz der seltenen Pflanzen und der Tierwelt nicht zugelassen, und der Weg ist terrassiert, mit Treppen und Rampen, die Barrierefreiheit also nur teilweise gegeben. Einlass ab zehn Minuten vor der gebuchten Zeit; mehr als zehn Minuten Verspätung bedeuten keinen Einlass. Vom Bahnhof sind es 790 Meter, aber bergauf: gut eine Viertelstunde einplanen.
8. Ein Gang nach Laigueglia
Laigueglia ist der Nachbarort, mit einem kleineren, geschlosseneren Fischerkern. Man erreicht ihn in einer Zugstation, mit dem Bus oder zu Fuß am Meer entlang, wenn man mag. Es ist die natürliche Erweiterung des Besuchs und einen halben Tag wert.
Ein Tagesprogramm
- 9.30 Uhr Ankunft und Kaffee im Zentrum; das Budello am Morgen, solange es noch die Straße des Ortes ist.
- 10.30 Uhr das Muretto und die Gärten der Via Vittorio Veneto.
- 11.30 Uhr über eine Seitengasse hinunter ans Meer, dann die Promenade entlang.
- 13.00 Uhr Mittagessen im Zentrum.
- 15.00 Uhr Strand — oder die Pinacoteca Carlo Levi, falls einer ihrer Öffnungstage ist.
- 18.00 Uhr wieder ins Budello, das abends völlig anders wirkt.
Wer die Villa della Pergola gebucht hat, legt den Besuch auf 9.30 oder 11.30 Uhr und schiebt den Rest nach: Es ist der einzige feste Termin des Tages.
Wenn es regnet
Überdachtes gibt es in Alassio wenig, mit engen Öffnungszeiten, und ein aktives Kino existiert im Ort nicht. Was es tatsächlich gibt, mit Zeiten, steht in Was man in Alassio bei Regen macht.
Häufige Fragen
Wie lange braucht man für Alassio?
Ein Tag reicht für Muretto, Budello, Promenade und einen Halt am Strand. Zwei Tage erlauben zusätzlich die Via Iulia Augusta oder die Gärten der Villa della Pergola: Die Route steht in Alassio in zwei Tagen.
Liegen die Sehenswürdigkeiten nah beieinander?
Ja. Muretto, Budello, Strand und Bahnhof liegen alle innerhalb von vierhundert Metern zueinander. Einzige Ausnahme ist die Villa della Pergola in den Hügeln.
Warum heißt es Budello?
Wegen der Form: budello heißt Darm, und die Gasse ist schmal, lang und gewunden. Auf Karten und Straßenschildern heißt sie Via XX Settembre und im zweiten Abschnitt Via Vittorio Veneto.
Kosten Muretto und Budello Eintritt?
Nein, beide sind jederzeit frei zugänglich. Pinakotheken, Gärten und Führungen haben dagegen Ticket und Öffnungszeiten.
Kann man die Villa della Pergola ohne Buchung besichtigen?
Nein. Der Besuch findet nur als Führung statt, dauert rund 80 Minuten, und das Ticket muss vorher gekauft werden: Am Tor zu erscheinen garantiert keinen Einlass.
Was sieht man in Alassio, wenn die Zeit knapp ist?
Bei zwei Stunden: das Budello vom Bahnhof bis zum Muretto, über eine Seitengasse hinunter ans Meer und über die Promenade zurück. Insgesamt weniger als zwei Kilometer.
